20.09.2019

DAK-Gesundheit: Unsere Forderung: 6,5 Prozent – und noch mehr …

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie gewohnt haben wir vor dem nun anstehenden Auftakt der Vergütungsrunde in der DAK-Gesundheit unsere Mitglieder nach ihren Erwartungen für die kommenden Tarifverhandlungen gefragt. Über die Ergebnisse unserer Befragung haben wir mit unserer Tarifinfo vom 11. Juli 2019 bereits ausführlich informiert.

Auf der Basis dieser Ergebnisse hat die EMG/GdS-Tarifkommission unsere Forderungen definiert:

 

●    lineare Erhöhung der Gehälter um 6,5 Prozent bezogen auf zwölf Monate;

 

●    Beibehaltung der Möglichkeit, Weihnachtsgeld in Urlaub zu tauschen;

 

●    klare tarifliche Regelungen zu Arbeits- und Servicezeiten sowie der Rahmenbedingungen für Home-Office.

 

Bei der Definition dieser Forderungen standen für unsere Tarifkommission folgende Erwägungen im Vordergrund:

 

Die wirtschaftliche Situation der DAK-Gesundheit hat sich in den zurückliegenden Monaten und Jahren verbessert, gleichzeitig waren die vergangenen Gehaltsrunden häufig von Zurückhaltung geprägt, sodass das Gehaltsniveau in der DAK-Gesundheit im Vergleich zu anderen Krankenkassen eher an Boden verloren hat. Das wollen wir ändern!

 

Deshalb fordern wir eine signifikante Steigerung bezogen auf zwölf Monate und natürlich eine Vermeidung von „Leermonaten“.

 

Wir können uns auch einen längeren Tarifabschluss vorstellen, wenn das Ergebnis stimmt.

 

Zudem befürworten wir ausdrücklich eine soziale Komponente für geringere Einkommen sowie eine deutlich überdurchschnittliche Anpassung der Ausbildungsvergütungen, wie sie andere Betriebs- und Krankenkassen in den vergangenen Jahren vorgemacht haben. Denn der Wettbewerb um qualifizierte junge Kolleginnen und Kollegen wird auch für die DAK-Gesundheit nicht leichter.

 

Eine große Mehrheit unserer Mitglieder möchte die Möglichkeit eines Tausches von Weihnachtsgeld in zusätzlichen Urlaub erhalten. Diese Forderung haben wir uns als Tarifkommission zu eigen gemacht, obwohl wir wissen, dass diese Möglichkeit auf die Arbeitsbelastung für diejenigen, die aus finanziellen oder persönlichen Gründen nicht auf das Weihnachtsgeld verzichten können, negativen Einfluss haben kann. Hier ist die DAK-Gesundheit gefordert, für ausreichend Personal zu sorgen!

 

Und schließlich war vor dem Hintergrund der vom Vorstand diskutierten Ausweitung von Service- und Öffnungszeiten ein klarer Wunsch unserer Mitgliedschaft, strengere bzw. konkretere Spielregeln für den Arbeitszeitrahmen festzulegen. Wir wollen keine flächendeckenden Ausweitungen, wir wollen attraktive Arbeitsplätze in der DAK-Gesundheit, insbesondere in der Kundenberatung. Zudem wollen wir Möglichkeiten für längere Freistellungen (Sabbatical) sowie für Beschäftigungen im Home-Office bzw. in alternierender Telearbeit im Tarifvertrag schaffen. Dazu möchten wir in dieser Vergütungsrunde einen Einstieg mit der DAK-Gesundheit vereinbaren.

 

Für EMG/GdS verhandeln:

 

Stephan Kallenberg, Marietta Hilgers, Gert Bellmann, Martin Kieninger, Stephan Maaß, Markus Schmidt und Michael Winkelhorst.

 

 

 

Dateien:
20190920_DAK-Gesundheit_SPEZIAL.pdf333 K